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LATEX

LATEX (sprich Lahtech) ist ein Textsatzsystem, das zum Beispiel mit Word verglichen werden kann. Es kann ein komplettes Dokument mit Hilfe eines Texteditors und dem Latexpaket erstellt werden. Der große Vorteil liegt dabei in der Plattformunabhängigkeit. Das heißt, es kann sowohl unter Unix/Linux als auch unter Windows damit gearbeitet werden. LATEX ist weitgehend mit einer Art Programmiersprache zu vergleichen. Sie besitzt ihre eigene Syntax und ihren eigenen Aufbau. Ein weiterer Vorteil von LATEX liegt darin, dass die Dokumentdateien in reiner Textform erstellt werden; somit kann genau nachvollzogen werden, was denn wirklich in diesem Dokument steht (nicht wie andere Textsatzsysteme, die Dateien derart verunstalten, dass man sie nur mit dem Erstellungsprogramm öffnen kann).

Es ist weiterhin möglich und üblich, sein Dokument in mehrere unabhängige Teile zu zerlegen. Nehmen wir beispielsweise an, jemand hat seine Diplomarbeit mit Hilfe von Microsoft Word verfasst und diese umfasst 150 Seiten, derjenige hat sich ein Inhaltsverzeichnis erstellen lassen und ihm fällt ein, dass es vielleicht doch besser wäre, die Gliederung zu ändern. Sprich er möchte einen der letzten Unterabschnitte mit allen dazugehörigen Textnoten weiter vorne haben. Er muss nun erst das entsprechende Kapitel markieren (bei 20 Seiten ein Akt der Geschicklichkeit) und es weiter vorne einfügen. Dann muss er das Inhaltsverzeichnis neu schreiben bzw. ab''andern lassen und wenn er Glück hat, werden die Fußnoten auch richtig gesetzt. (Am Rande sollte noch erwähnt werden dass u.a. Word ernsthafte Probleme mit großen Dateien haben kann).

In LATEX kann man auch alles in ein Dokument schreiben, was aber nicht sinnvoll ist. Im Gegenteil, man teilt sein Dokument in eigene Abschnitte ein, sogenannte ''sections'' (z.B die Einleitung). Diese kann man wiederum auf verschiedene Dateien aufteilen. Man hat dann eine Datei, die latex-einleitung.tex heisst, eine weitere, hauptteil.tex, und eine letzte, die sich schluss.tex nennt. Der Vorteil liegt darin, dass u.U. mehrere Personen an verschiedenen Teilen der Dokumentation schreiben können und dass die Dateien nicht allzugroß werden, denn das gesamte Dokument wird erst am Schluss mittels dem LATEX Compiler erstellt. Dieser generiert automatisch ein Inhaltsverzeichnis, falls es gewünscht ist. Auch wenn die eine oder andere Datei nicht mehr lesbar sein sollte, wieso auch immer, so ist nur ein Teil des gesamten Dokuments neu zu verfassen und nicht das komplette Dokument von Anfang an.

LATEX kann laufend erweitert werden. Beispielsweise können viele Zusatzpakete in das Dokument mit eingebunden werden. So können umfassende Mathematische Formeln erstellt, wie auch Grafiken eingebunden werden. Es gibt sogar ein Paket dass die Brailleschrift (Blindenschrift) unterstützt. Den größten Vorteil sehe ich persönlich darin, dass das erstellte Dokument innerhalb von Sekunden als HTML oder PDF Datei dargestellt werden kann ohne Wissen über deren Syntax.
Es gibt natuerlich nicht nur Vorteile. So gilt es jedem Neuling die spezielle Syntax der LATEX Sprache näher zu bringen. Es bedarf eines guten Gedächtnises um sich die grundlegensten Befehle zu merken, oder einem guten Frontend dass diese bereitstellt. Hier zu erwähnen wäre z.B. Kile fuer Linux, oder LyX. Mit diesen ist der Einstieg ein leichtes und für den ambitionierten Anwender empfiehlt sich natürlich emacs im LATEX Modus, oder vim. (siehe Links)
Wer sich ein wenig Zeit nimmt und dieses Tutorial als Grundlage verwendet hat in kurzer Zeit seine ersten persönlichen Erfolge und den nötigen Überblick um in dieses Themengebiet tiefer einzusteigen.
Und nun gehts endlich los. :-)
Das wichtigste habe ich vergessen: LATEX IST FÜR ALLE SYSTEME KOSTENLOS!!!


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2004-08-03